Fastenzeit govegan

Fastenzeit #govegan

Natascha Wanek Vegan Leave a Comment

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Fasten….puhhh….das hatte lange Zeit ein ganz schön staubiges Klischee. Leere Teller, knurrende Bäuche, ich darf nicht, ich soll nicht, usw. bringt einen das wirklich weiter? Ich sage nein. Die Erfahrung zeigt, alles was mit einem Verbot, einer Einschränkung beginnt, hält nicht lange durch oder an.
Ich persönlich bin so gar kein Fan von Selbstkasteiung und auferlegten Ver- und Geboten. Spaß und der Genuss bleiben auf der Strecke und die Gefahr auf Frustration steigt exponentiell an. Viele werden jetzt denken, ja die Fastenzeit ist aber nicht dazu da, um Spaß zu haben und zu genießen. Wer genau sagt das?
Meine Devise, weg mit dem verstaubten und von Spinnweben überzogenen Klischees und her mit dem was mir guttut!
Ich kann auch Verzicht und innere Einkehr üben, ohne mich selbst nach spätestens 10 Tagen in der Panikzone mit einer Tafel Schokolade im Selbstfrust badend zu finden.

Ursprung der Fastenzeit

Ursprünglich stammt die Fastenzeit aus dem Christentum. Diese Zeit, dient den gläubigen Christen, um sich auf die bevorstehende Osterzeit und der damit verbundenen Auferstehung von Jesus vorzubereiten. Sowohl die Fastenzeit, als auch Ostern stellen die wohl wichtigste Zeit im Jahreszyklus eines Christen somit dar. Aber wie es nun mal so ist, wurde aus Glaube Brauchtum, aus Brauchtum Tradition und heutzutage aus Tradition gerne mal Trend (was jetzt per se nichts schlechtes bedeuten muss!).

Im Wandel der Zeit

Die Fastenzeit machte so einige Wandlungen durch – so fanden je nach Strömung und Interpretation verschiedene Umsetzungen statt: die einen verzichten auf den Verzehr tierischer Produkte (Bsp. orthodoxe Strömung), den anderen wiederum wird freigestellt worauf sie verzichten möchten (Bsp. reformatorische Tradition – evangelische Christen).
Gewandelt hat sich auch der Zeitraum: Erstreckte sich bis 1965 die Fastenzeit vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag und kam somit auf 46 Tage, wurde dies beim zweiten vatikanischen Konzil geändert. Da wurde die Fastenzeit zur Bußzeit umgenannt und der Beginn auf Aschermittwoch und das Ende auf den Abend des Gründonnerstags verlegt. Man fand sich bei 44 Tagen wieder.
Nachdem aber die Zahl 40 eine wesentliche Rolle im christlichen Glauben spielt (sowohl im alten als auch im neuen Testament findet sich diese Zahl immer wieder), wurde beschlossen die Sonntage in der Fastenzeit einfach nicht mitzuzählen und schwupps – 40 Tage!

Ein gemeinsamer Nenner

Also wie man sehen kann, ist auch im Glauben alles ein bisschen relativ. So hat jeder seinen eigenen Ansatz über die letzten 2000 Jahre gefunden, aber ein gemeinsamer Nenner ist bis heute gleichgeblieben: der Verzicht.
So erfuhr „Fasten“ in den letzten Jahren eine explosionsartige Entwicklung. Meiner Meinung nach ist ein großer Anteil auf die Erkenntnis der gesundheitlichen Benefits zurückzuführen. So schossen Fastenzentren, Fastenkuren, Fastenexperten und Fastenbücher wie Schwammerl aus dem Boden und erfahren jedes Jahr eine noch bessere, noch einfachere und noch alltagstauglichere Renaissance.

Rümpel dich frei

Was jedoch eher neu ist, ist den Verzicht nicht nur auf das Essen zu beschränken, sondern auch auf den gesamten Lifestyle. Da wird, angefangen bei der Sockenschublade, bis hin zum ganzen Leben, entrümpelt was das Zeug hält. Digital Detox – die Abstinenz von Smartphone, Tablet & Co. erfreuen sich großer Beliebtheit. Mehr Face-to-Face Zeit und weniger Einsamkeit vorm Bildschirm. Abgesehen davon, dass es dir deine Verspannungen aus Haltungsfehlern danken werden, wenn du ihnen mal eine Pause gönnst, ist es doch die Zeit, die wir gemeinsam miteinander verbringen, die doch so viel mehr wert ist.

Inside job

Last but not least – das steigende Bedürfnis nach Einkehr und Selbstreflexion. Klöster, Ashrams, Wellness-Anbieter & Co. öffnen ihre Pforten und bieten Raum und Platz, um das Fasten mit der inneren Einkehr, der angeleiteten Stille zu verbinden. Das Flair und die Energie historischer Gemäuer oder das Ambiente von Natur, gepaart mit Entspannung und alten Bewegungslehren, sollen den perfekten Rahmen für Zentrierung, Kontemplation und die Erinnerung auf das Wesentliche wieder in das Bewusstsein rücken.

Eine vieler Möglichkeiten #govegan

Man sieht also, die Palette der Angebote und Möglichkeiten ist groß – Basenwochen, Detoxtage, Saftkur, Fastenbegleitung, Digital Detox, weniger rauchen, kein Alkohol, keine Schoki, usw. Ich bin mir sicher, da ist für jeden etwas Passendes dabei.
Wenn du aber noch so gar keinen Plan hast oder nach DER zündenden Idee suchst:

Gib doch der veganen Küche mal eine Chance

Ja, auch wir Veganer machen vor der Fastenzeit keinen Halt 😉 Es gibt einige gute Gründe, den eigenen Teller mal tierlos zu gestalten. Keine Sorge, es werden jetzt keine Videos oder Bilder von gequälten Tieren eingespielt und es findet auch keine Zwangsmissionierung statt.
Aus eigener Erfahrung weiß ich nur zu gut, wie schwer diese Umstellung vom geliebten Käsleberkässemmerl (mein persönlicher Favorit) zum Gemüse sein kann. War doch mein Gemüseanteil immer nur die Beilage oder die Salatgarnitur am Schnitzel-Teller. Der Gedanke, das Gemüse alleine mich satt und glücklich machen soll – der pure Horror!
Aber, alles halb so schlimm! Mit den richtigen Rezepten und den richtigen Tricks und Tipps vermisst man gar nichts auf dem Teller – Ehrenwort 😉

Probieren geht über studieren

Wer zu lange grübelt, hat schon verloren. Ich sag, ran an den Topf und probier’s doch einfach einmal aus 😊

Aber keine Panik – du musst nicht im Alleingang da durch! Die Fastenzeit beginnt dieses Jahr am Mittwoch den 06. März, 2019 (Aschermittwoch) und endet am Donnerstag den 18. April, 2019 (Gründonnerstag).
Du hast verschiedene Möglichkeiten deinen Einstieg in deine vegane Fastenzeit zu finden:

  • Besuch einen meiner Kochkurse in der MIELE Kochschule im MIELE Experience Center Wien.
  • Mach bei einem meiner privaten Kochworkshops mit. (Details und Infos findest du in Kürze hier auf meiner Website; du kannst dich aber gerne schon voranmelden)
  • Schau täglich in meinem Blog vorbei und hol dir die aktuelle Rezeptinspiration des Tages
  • Melde dich für meinen Newsletter an und bekomm alle zwei Wochen die Rezepthighlights direkt in dein Postfach

Wenn du noch Fragen hast, schreib mir einfach oder ruf mich an, ansonsten sehen uns demnächst vielleicht am Herd wieder 😊

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