von Natascha Wanek am 25.03.2021 in Kategorie: Vegan

Pastateig einfach selbst gemacht

Pasta bzw. Nudeln sind in der Mahlzeitenroutine vieler Familien und Haushalte ein fixer Bestandteil. In unzähligen Formen, auch Farben und vielen Varianten gibt es die Lieblingspasta zu kaufen. In Bio-Qualität, Vollkorn, Dinkel, mit Ei, ohne Ei, handgemacht, industriell gefertigt, regional produziert, original aus Italien, nach italienischem Rezept, usw. Es bleiben eigentlich keine Wünsche übrig. Sogar frische Pasta ist mittlerweile in den Kühlregalen ganz regulär erhältlich. Macht es dann eigentlich noch wirklich Sinn sich selbst die Mühe für frische Pasta zu machen?

Warum eigentlich selber machen?

Ich denke es ist mit selbstgemachter Pasta wie mit allem anderen, das du selbst machst. Du weißt was drinnen ist, du bekommst ein Gefühl für die einzelnen Bestandteile und das Endergebnis, du siehst die Arbeit und Mühe die darin steckt und lernst das Produkt wertzuschätzen, du schmeckst einfach den Unterschied, du freust dich darüber etwas neues gelernt zu haben und bist stolz etwas selbst hergestellt zu haben. Auch wenn du dich nicht mit allen Punkten identifizieren kannst, ich bin mir sicher, der eine oder andere trifft schon zu ;)

Was es wirklich braucht, damit du zum Pasta-Profi wirst

Um mit deinem Pasta-Projekt zu starten, brauchst du keine großartigen Anschaffungen oder Ausrüstungen für deine Küche. Das einzige, das ich dir wirklich ans Herz lege ist, dass du dir das geeignete Mehl für deine Pasta besorgst. Ich habe über viele Jahre immer wieder versucht selbst Pasta zu machen. Mit Nudelmaschine, ohne Nudelmaschine, ich habe mir extra einen Pastaaufsatz für meine Küchenmaschine besorgt, mit Ei, ohne Ei,…. eine beinahe endlose Story. Nachdem wir auf vegane Ernährung umgestellt haben, habe ich eigentlich das Thema Pasta völlig abgehakt, da ich fix der Meinung war, dass es ohne Zugabe von Eiern sowieso nicht klappen würde. Die Nudelmaschine wurde verschenkt, genauso wie die Küchenmaschine inklusive Pastaaufsatz einen neuen Besitzer gefunden hat.

Semola di grano duro – das Geheimnis der gelingsicheren Pasta

Es hat mir aber trotz allem keine Ruhe gelassen und ich habe immer wieder Rezepte gesehen, die ohne Ei auskamen. Pasta steht und fällt nicht mit dem Ei. Vor allem in ärmeren Zeiten, wo Eier oft Mangelware waren, sofern man nicht selbst ein paar Henderl im Hinterhof halten konnte. Und siehe da, der Teig funktioniert tatsächlich aber der ausschlaggebende Punkt war im Endeffekt wirklich das Mehl. Das geeignete Pasta-Mehl, das Semola, ist nämlich kein richtiges Mehl, wie du es für das Backen oder sonstige Teige und Zubereitungen in deiner Küche verwendest, sondern fein gemahlener Hartweizengrieß. Das heißt die Verarbeitung des Weizenkorns ist eine völlig andere und macht natürlich einen gravierenden Unterschied in der Verarbeitung des Teiges für dich. Auf meiner Suche nach dem richtigen Semola di grano duro bin ich auf diesen Anbieter gestoßen und bin mit der Qualität sehr zufrieden. Auf der Website des Händlers findest du auch noch viele andere Sachen für deine italienische Küche, reinschaun lohnt sich.*

*unbezahlte Produktempfehlung

Ich wünsche dir viel Spaß, gutes Gelingen und guten Appetit!

frischer Pastateig auf einer bemehlten Arbeitsfläche und ein Rollholz

Pastateig

Ein einfaches Rezept für Pastateig bei der Hand zu haben kann sehr nützlich sein. Wer schon mal frische, selbstgemachte Pasta gegessen hat, möchte diese nicht mehr vermissen.
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Gericht: Beilage, Comfortfood, Hauptgericht, Hauptspeise, Hausmannkost, Pasta
Land & Region: Italian, Italienisch
Keyword: Nudeln, Pasta
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 30 Minuten
Ruhezeit: 1 Stunde
Portionen: 4 Portionen

Zutaten

  • 300 g Semola di grano duro Pasta-Mehl
  • 150 ml Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz

Anleitungen

  • Das Mehl in eine Schüssel abwiegen. Eine Prise Salz und das Olivenöl zugeben. Das Wasser abmessen plus etwas mehr bereithalten.
  • Das Wasser schluckweise in das Mehl einarbeiten. Sobald der Teig in groben Klumpen beginnt sich zu verbinden, die Schüssel auf die Arbeitsfläche ausschütten und den Teig auf der Arbeitsfläche mit den Händen weiter bearbeiten.
  • Den Teig mit beiden Händen kräftig kneten und so lange Wasser zugeben (bzw. mit Wasser befeuchten und verkneten) bis er eine feine, elastische Konsistenz erreicht hat. Die Mehlkörnung soll nicht mehr spürbar sein. Der Teig soll glatt und seidig sein, die Konsistenz kann mit der Festigkeit deines Ohrläppchens verglichen werden.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, mit Olivenöl rundherum einschmieren und in Frischhaltefolie luftdicht einschlagen. Bei Raumtemperatur mindestens 30 Minuten rasten lassen. Im Idealfall 1 Stunde.
  • Den Teig nach der Ruhezeit entsprechend weiterverarbeiten.
    frische selbstgemachte Pasta auf einem weißen Teller
  • Wenn die Nudeln nicht sofort gegessen/gekocht werden, können sie bei Raumtemperatur über Nacht getrocknet oder in einem Gefrierbeutel gut verschlossen eingefroren werden.
  • Die Kochdauer der frischen Nudeln ist extrem kurz – die Nudeln in gesalzenes wallend kochendes Wasser gleiten lassen und kurz umrühren, damit sich keine Nudeln am Topfboden absetzen. Sobald die ersten Nudeln aufsteigen, die Nudeln für ca. 2-3 Minuten kochen lassen. In einem Sieb abgießen, die Nudeln wieder in den Kochtopf zurückgeben und mit etwas Olivenöl kurz durchschwenken, damit sie nicht aneinander kleben.
  • Die Nudeln mit deiner Sauce servieren – gutes Gelingen und guten Appetit!

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