von Natascha Wanek am 21.01.2020 in Kategorie:  Vegan

Tofu-Eierspeis mit buntem Gemüse der Saison

Rührei oder bei uns in Österreich auch Eierspeis genannt darf bei einem Brunch oder gemütlichen Sonntagsfrühstück nicht fehlen. Bei der Umstellung zur veganen Küche wollte ich den Verzicht auf Eierspeis & Co. nicht so einfach hinnehmen. Zu diesem Thema gibt es ja unendliche Rezepte da draußen, aber ich habe so lange herumprobiert, bis ich mein eigenes gefunden hatte und zwar auf Tofu-Basis. Die Tofu-Eierspeis war geboren!

Ohne Tofu geht’s nicht

Tofu ist ja nicht so jedermanns Sache. Weder formschön noch geschmacklich der Kracher kommt er in zwei Grundvarianten daher: natur und geräuchert. Du bekommst ihn mittlerweile auch in allen anderen Geschmacksrichtungen: Olive, Nuss, Mediterran, Tomate, usw. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich muss gestehen, bei mir gibt es nur natur, geräuchert und manchmal darfs auch stark geräuchert sein. Egal für welchen Tofu du dich entscheidest, die Zubereitungstechnik kann bei Tofu wirklich darüber entscheiden, ob du deine zukünftige Leibspeise am Teller hast oder einen Fall für die Tonne. Eines hat sich nach vielen Versuchen für mich aber herausgestellt – ohne Tofu geht’s nicht.

Ein klares Ziel vor Augen

Nicht nur bei der Eierspeis sondern ein Tipp den ich dir für die gesamte vegane Küche ans Herz legen kann ist, hab eine klare Vorstellung von dem was du auf dem Teller haben willst. Wie soll es schmecken? Welche Komponenten sollen darin vorkommen und welche Konsistenz soll es haben? Also stell dir vor, wie deine vegane Eierspeis schmecken, aussehen und sich anspüren soll. Deshalb verwende ich hier auch zwei verschiedene Tofuvarianten in verschiedenen Formen. Der geräucherte Tofu bietet sich immer perfekt für eine knusprige und gschmackige Komponente an. Im Gegensatz der naturbelassene Tofu, der wenig bis gar keinen Geschmack mit sich bringt und dahingehend angepasst werden kann und dadurch auch seine vielzähligen Verwendungsmöglichkeiten bekommt.

Mach’s nicht zu kompliziert

Je simpler die Herangehensweise und Umsetzung umso besser das Ergebnis. Ich achte immer darauf, dass die Zutaten simpel sind und die Komplexität dann im Geschmack liegt. Das wiederum kannst du dir aus Gewürzen, Garmethoden und aus den Kombinationen von Zutaten und Gewürzen holen. Der typisch schwefelige Ei-Geschmack liegt hier wieder im Schwarzsalz oder auch Kala-Namak geschuldet, das du vielleicht schon aus meinem Rezept für den Eiaufstrich kennst. Wer die gelbe Farbe des Eidotters nicht missen möchte, kann mit Kurkuma nachhelfen und so nebenbei erwähnt, nur keine falsche Scheu oder schlechtes Gewissen. Die Lebensmittelindustrie verwendet schon lange Kurkuma als Färbemittel in diversen Zubereitungen wo Eier drinnen sind ;)

Was gerade Saison hat oder aus dem Kühlschrank muss

Ich liebe dieses Rezept aus zwei Gründen: Wenn ich es plane kann ich wirklich eine saisonale Geschmackskreation auf den Teller zaubern oder im spontanen Fall einfach den Kühlschrank leer bekommen. Und wer hat gesagt, dass eine Eierspeis nur zum Frühstück auf den Tisch darf? Probier dich einfach einmal durch und aus und vielleicht wird die Tofu-Eierspeis dein Klassiker für einen Mittagssnack oder ein Abendessen. Bei der Wahl des Gemüses besteht eigentlich keine Einschränkung. Meine Erfahrung ist, dass sich immer das richtige findet, aber ich empfehle nicht mehr als 4-5 verschiedene Gemüsesorten zu verwenden. Es wird zu viel im Sinne der Menge aber auch was den Geschmack angeht. Auch da gilt erstaunlicher Weise, weniger ist manchmal mehr.

Brotkult(ur)

Um Brot, Gebäck & Co. kann man mittlerweile Romane schreiben bzw. gibt’s da schon einen richtigen Kult. Mit Gluten, ohne Gluten, mit Hefe, auf Sauerteigbasis, vom Bäcker, aus dem Supermarktregal, Bio, selbstgebacken, usw. Ich werde das jetzt mal auslassen bzw. diese Entscheidung ganz dir überlassen. Unser ungeschlagener Favorit sind die Brote und Gebäcke vom Joseph, die wir uns immer jedes Wochenende gönnen. Dabei kann ich dir gar keine herausstechende Empfehlung geben, da ich alle Brote und Gebäcke (die vegan sind, eh klar) ausgezeichnet finde :) Ein Tipp für das besondere Brotfinish, wie ich es schon bei mir zuhause gelernt hab: die Brotscheiben (vor allem ein gutes, herzhaftes, dunkles Brot) toasten oder in der Pfanne mit einer Winzigkeit Öl knusprig braten und mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe abreiben. Wichtig hierbei ist: der Partner oder die Partnerin muss auf alle Fälle auch eins essen, dann fällt der Knoblauch-Mundgeruch nicht so auf ;) Ich wünsche dir auf jeden Fall gutes Gelingen und einen guten Appetit!

Mehr Abwechslung für deinen veganen Frühstückstisch? Lass dich gerne von meinen anderen Frühstücksideen einfach inspirieren. Probier doch mal einen wärmenden Porridge, feine Pancakes oder köstliche French-Toasts.

Eierspeis auf Tofubasis mitgebratenen, buntem Gemüse der Saison. Mit Schnittlauch und Chillipulver bestreut, angerichtet auf einem weißen Teller auf dem Frühstückstisch.

Tofu-Eierspeis mit buntem Gemüse der Saison

Die klassische Eierspeis in ihrer veganen Variante auf Tofu-Basis mit gebratenen, buntem Gemüse der Saison als Frühstücksklassiker.
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Gericht: Breakfast, Brunch, Frühstück
Land & Region: Österreich
Keyword: Eierspeis, Rührei, Tofu
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

  • 400 g Tofu natur
  • 200 g Tofu geräuchert oder stark geräuchert
  • 1/2 Paprika rot
  • 1/2 Paprika gelb
  • 1/2 Paprika grün
  • 1 Handvoll Champignons
  • 3-4 Stk. halbgetrocknete Tomaten
  • 1 Stk. Zwiebel (klein)
  • 1 Stk. Knoblauch
  • 1 EL Cashewmus
  • 1 EL Schnittlauch
  • 1 EL Kala Namak (Schwarzsalz)
  • 1 TL SONNENTOR Bio-Kurkuma
  • Salz, Pfeffer
  • Rapsöl
  • Wasser

Anleitungen

  • Das Gemüse waschen und putzen/säubern. Die Champignons feinblättrig aufschneiden, die Paprika in Streifen schneiden, die Zucchini würfeln und die halbgetrockneten Tomaten durchhacken.
  • Den Zwiebel und den Knoblauch fein hacken.
  • Eine beschichtete Pfanne vorbereiten. Den geräucherten Tofu in kleine Würfel schneiden und darin knusprig anbraten. Auf einem Küchenpapier das überschüssige Fett abtropfen lassen.
  • Den Tofu natur mit den Fingern in die Pfanne hineinbröseln und mit etwas Öl anrösten, bis er stellenweise Farbe annimmt.
  • Parallel dazu in einer weiteren Pfanne etwas Öl erhitzen und die Champignons anschwitzen. Sobald jegliche ausgetretene Flüssigkeit der Champignons verdampft ist, die Zucchini-Würfel hinzufügen und kurz anrösten. Danach die Paprikastreifen zugeben und ebenfalls anrösten. Alles leicht anrösten bzw. Farbe bekommen lassen.
  • Zuletzt den feingehackten Zwiebel und den Knoblauch zugeben und so lange mitrösten, bis der Zwiebel glasig ist. Die Hitze abdrehen und die gehackten halbgetrockneten Tomaten untermengen.
  • Den fertig angerösteten Tofu natur und die Räuchertofu-Würferl mit dem Gemüse vermengen. Zuerst mit Kala Namak würzen und abschmecken. Die Menge kann gerne variiert werden, je nachdem wie intensiv der Eigeschmack ausfallen soll. Erst danach pfeffern und wenn noch notwendig salzen. Mit Kurkuma soll die klassische Farbe nachgeahmt werden. Die Menge entsprechend anpassen.
  • Das Cashewmus zugeben und mit ein wenig Wasser angießen und noch einmal kurz erhitzen. Dabei soll eine leichte Sämigkeit erreicht werden (Achtung! Keine Sauce sondern das Cashewmus soll den cremigen Anteil des Rührei ausmachen).
  • Mit Schnittlauch bestreut auf vorgewärmten Tellern servieren (Backrohr Ober-/Unterhitze 80°C, 10 Min.) und Brot bzw. Gebäck dazu reichen.

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