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Skelett auf einem Sofa

Osteoporose oder auch Knochenschwund genannt ist eine Krankheit, die unsere Knochen betrifft. Der Abbau von Knochenmasse im natürlichen Verlauf des Alterungsprozesses ist grundsätzlich nichts dramatisches und ganz normal. Wenn der Abbauvorgang jedoch ein Limit überschreitet, spricht man von Osteoporose. Anlässlich des heutigen Welttages der Osteoporose möchte ich auf das Thema und die Wirkungen von Yoga und der veganen Ernährung näher darauf eingehen.

Mögliche Ursachen und Risikofaktoren

Es gibt viele Faktoren, die eine Osteoporose-Erkrankung unterstützen bzw. sogar begünstigen. Die Krankheit kann Frauen und Männer gleichsam treffen, jedoch tendieren Frauen, aufgrund der natürlichen hormonellen Schwankungen, eher dazu. Das heißt, unser Hormonhaushalt ist schon mal einer der Mitwirkenden in unserem Knochenstoffwechsel. Hormonelle Erkrankungen, z.B. Schilddrüsenfehlfunktionen, zählen hier leider auch dazu. Nicht zu vergessen: unser Lifestyle. Rauchen, Alkohol, Bewegungsarmut, ungesunde bzw. unausgewogene Ernähung, Vitamin- und Spurenelementemangel, Medikamente und so manche chronische Erkrankung zeigen auch in deinen Knochen ihre (Aus)Wirkung.

Osteoporose – eine Krankheit die nicht nur die Alten betrifft

Osteoporose ist keine Krankheit, die nur „alte Menschen“ betrifft. Nach wie vor wird Osteoporose eher dem Alter, also dem hohen Alter gerne zugeschrieben. Der natürliche Abbauvorgang bzw. Alterungsprozess (nicht nur unsere Knochen betreffend) beginnt aber schon mit dem 30. Lebensjahr. Damit wird nicht gesagt, dass man mit 30 Jahren schon zum Metusalem wird! Aber hier beginnt die heiße Phase bzw. deine Chance, deinen Lifestyle, deine Ernährung und dein Bewegungspensum genau unter die Lupe zu nehmen. Die positive Nachricht ist, dass auch für Osteoporose, wie bei vielen anderen Erkrankungen gilt, je früher desto besser! Du kennst dein Risiko, du weißt von einer eventuell erblichen Belastung oder du hast bereits eine Erkrankung, die die Entstehung von Osteoporose begünstigt? Dann ab mit dir zur Vorsorgeuntersuchung! Laborwerte, Knochendichtemessung und ein kompetentes Arztgespräch können hier Klarheit und Sicherheit schaffen. Es liegt in deiner Hand.

Knochen mit normaler Struktur und Knochen mit Osteoporose
Osteoporose oder auch Knochenschwund genannt, ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels die eine erhöhtes Risiko auf Knochenbrüche mit sich bringt.

Vitamin D – die prominenteste Antwort auf Osteoporose

Vitamin-D ist ein wichtiger Baustein im Knochenstoffwechsel. Es liegt deshalb nahe, dass der klassische Behandlungsansatz die Verabreichung von Vitamin-D ist. Vitamin-D wird von uns aus dem natürlichen Sonnenlicht synthetisiert. Unser Körper bewerkstelligt dies über unser größtes Organ, unsere Haut. Wer nicht gerade einem Outdoor-Job nachgeht, hat hier leider automatisch Mangelpotential. Aber alles halb so schlimm. Abgesehen vom Sonnenlicht können wir auf Tropfen, Tabletten & Co. zurückgreifen. Zu beachten gilt, Vitamin-D immer in Verbindung mit ausreichend Vitamin-K einzunehmen. Die zwei kommen im Stoffwechselprozess einfach nicht ohne einander aus.

Calcium – der ewige Streitpunkt

Calcium ist ebenso ein Baustein im Knochenstoffwechsel, auf den gerne Bezug genommen wird. Es gibt zwei Standpunkte die sich gegenseitig jagen: Die einen stehen fest hinter dem Calcium aus klassischen (Kuh)Milchprodukten. Nach wie vor werden seitens diverser Gesundheitseinrichtungen und Ernährungsempfehlungen (Kuh)Milchprodukte deshalb hoch im Kurs gehalten. Als optimale, unverzichtbare Calcium-Quelle für den Knochenstoffwechsel und Osteoporose-Prävention. Andere wiederum stehen dem kritisch gegenüber. Sie vertreten den Standpunkt, dass die Verstoffwechselung des Calciums aus den (Kuh)Milchprodukten Bausteine aus den Knochen rauslösen würde. Anders könne der Körper nicht damit umgehen und so würde es zu einer selbstverschuldeten Knochenschädigung kommen.

Meine persönliche Erfahrung

In meiner Familie mütterlicherseits, sind alle Frauen an Osteoporose, spätestens im Zuge des Wechsels, erkrankt. Meine ernüchternde Beobachtung: Alle Frauen haben gerne und viel Milchprodukte gegessen. Alle Frauen haben Vitamin-D und Kalzium-Supplemente erhalten. Langzeitergebnis: die Werte blieben desaströs und es folgten Knochenbrüche. Mit Mitte 20 hat mich eine Ärztin im Zuge einer umfangreichen Laboruntersuchung auf eine eventuell bestehende Familienthematik angesprochen. Obwohl ich noch so jung war, empfahl sie mir umgehend zu handeln. Sie verordnete mir daraufhin hochdosiertes Vitamin-D3 in Kombination mit Vitamin-K2. Zusätzlich stellte ich meine Ernährung damals auf vegan um und begann mit Yoga. Bei den nachfolgenden Kontrolluntersuchungen stellte sich heraus, dass wir rechtzeitig eingegriffen haben. Die betreffenden Laborwerte zeigten eine deutliche Besserung zu damals. Der positive Effekt der veganen Ernährung war ebenso unübersehbar in den Werten, als auch an meiner Figur.

Die vegane Ernährung

Eines muss klar sein – unsere Ernährung hat immer Einfluss auf unseren Körper. Positiv und Negativ. Ich bin keine dogmatische, stigmatisierende, fanatische und missionierende Veganerin. Ich vertrete den universellen Standpunkt „die Dosis macht das Gift“. Das betrifft nicht nur die Ernährung, sondern auch unsere Lebensweise, unsere Art mit uns selbst, mit den anderen und unserer Umwelt (unseren Planeten) umzugehen. Die Ernährung muss für dich passen, sie muss ausgewogen sein und dich mit den wichtigste Dingen versorgen. Dafür braucht es Selbstverantwortung als Konsument und als Körperbesitzer, denn deine Gesundheit ist dein eigener Job. Nicht der der Lebensmittelindustrie und auch nicht der deines Arztes. Wenn du dich vegan ernährst, ist es nicht weniger wichtig auf deinen Vitamin- und Spurenelementehaushalt ein kontrollierendes Auge zu haben. Grünes Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli, Spinat & Co., Nüsse und kalziumreiche Mineralwässer stellen eine Möglichkeit dar, deinen Kalziumhaushalt aufzufüllen. Bei Vitamin-D hilft nur Sonne oder ein gutes Präparat in Verbindung mit Vitamin-K.

Ein bunter und ausgewogener Speiseplan sind sowohl in der veganen, als auch in der konventionellen Ernährung wichtig.
Ein bunter und ausgewogener Speiseplan sind sowohl in der veganen, als auch in der konventionellen Ernährung wichtig.

Bewegung, Bewegung, Bewegung!

Bewegung und Sport sind mitunter das wichtigste im Bereich der Osteoporose-Prävention. Egal ob du dein Risiko kennst oder nicht, ob du jung bist oder alt. Dein Körper, deine Knochen brauchen jede Bewegung, jede „Belastung“ die sie bekommen können. In einer Zeit, in der viele von uns zu viel sitzen, wäre es fatal die Wichtigkeit von regelmäßiger Bewegung unter den Teppich zu kehren. Dabei geht es gar nicht darum, dass du beim nächsten Marathon mitlaufen musst oder dich stundenlang im Fitnessstudio abstrampeln musst. Du siehts, auch hier macht wieder die Dosis eindeutig das Gift. Unsere Knochen bilden unser statisches Gerüst im Körper. Die Stabilität, die Dicke und das innere Gerüst unserer Knochen richtet sich nach der Belastung der sie ausgesetzt sind. Gewicht, Zug, Druck, usw. signalisieren den Zellen, wie dicht die Knochenstruktur letztendlich ausfallen muss und ob sie weiterhin dem Aufbau den Vorzug geben oder nicht.

Yoga als sanfte Form der Osteoporose-Prävention

Im Yoga werden hier tolle Anreize für deine Knochengesundheit geschaffen. Du hast einerseits dynamische Bewegungen und Abfolgen (Flows), die Kraft, Stabilität, Dehnung, Koordination und Gleichgewicht von dir fordern. Andererseits gibt es auch statische Elemente im Yoga. Eine Position (Asana) wird eingenommen und für mehrere Atemzüge gehalten. Der Benefit: viele der hier ausgewählten Positionen (Asanas) erfordern Kraft und die Stabilisierung von Schwerpunkt und Körperachse. Stichwort: isometrische Muskelkraft. Also genau die Muskelkraft, die den Knochen und das Gelenk festhält, fixiert und stabilisiert. Die reinste Wellness-Behandlung deiner Knochen und Gelenke, auch wenn es sich im Moment ganz anders anfühlt.

Die Balance zwischen Kraft, Stabilität, Dehnung, Koordination und Gleichgewicht finden sich in vielen bekannten Yoga-Positionen.
Die Balance zwischen Kraft, Stabilität, Dehnung, Koordination und Gleichgewicht finden sich in vielen bekannten Yoga-Positionen.

Mein Fazit

Ich kenne Osteoporose und ihre Auswirkungen leider zu gut und weiß, dass die Diagnose oder das Risiko alles andere als rosige Nachrichten sind. Meine Empfehlung ist, schau dir deine Ernährung an und lass dich bzgl. deines Vitamin- und Spurenelementehaushalts kompetent beraten. Nicht jedes Mittelchen macht Sinn und die Kombination ist ausschlaggebend. Versuch Sport so gut es dir möglich ist in deinen Alltag zu integrieren und vielleicht kannst du ja hier und da deine Alltagsbewegung optimieren. Anstelle des Aufzugs mal die Treppe nehmen, ein etwas längerer Spaziergang am Wochenende oder du kramst vielleicht sogar dein Fahrrad aus dem Keller. Yoga und vegane Ernährung sind zwei Möglichkeiten, die dir hier Abwechslung in den Speise- und Workoutplan bringen können.

Mein Angebot für dich

Wenn dich vegane Ernährung interessiert, schau doch in einen meiner Kochworkshops vorbei und schwing selbst den Kochlöffel. Mit einfachen Rezepten und simplen Zutaten gelingen auch ohne Kocherfahrung leckere Gerichte. Die aktuellen Termine findest du bei den Workshop-Terminen.

Du möchtest Yoga eine Chance geben und es mal ausprobieren? Besuch eine meiner Yogaklassen und lass dich begeistern! In meinem Angebot finden sich verschieden Kursstile – von klassischem Hatha-Yoga bis hin zu S.O.S.-Yoga mit Übungen aus dem therapeutischen Yoga. Die Termine findest du im Kursplan.

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