von Natascha Wanek am 21.01.2019 in Kategorie:  Yoga

Yoga – ein Über-Ein-Blick

Yoga aus dem Sanskrit (einer heute noch kaum gesprochenen Sprache aus Indien) übersetzt bedeutet so viel wie anjochen bzw. anschirren. Also frei übersetzt so viel wie das Anlegen eines Geschirrs an einem Zugtier wie zum Beispiel einem Ochsen oder einer Kuh an einem Pflug. Aber was hat das nun mit dem Yoga das wir kennen zu tun?

Wenn der Bauer das Feld pflügt, schirrt er das Zugtier an den Pflug an und schafft somit eine Verbindung zwischen Tier, Werkzeug und Mensch. Bei dieser Begriffsdefinition geht es im weitesten Sinne genau um diese Verbindung bzw. den verbindenden Charakter, die Einheit.

Wozu du das wissen musst? Um Yoga in seinen Ursprüngen zu verstehen, denn Yoga ist eine rund 5000 Jahre alte indische Philosophie, Lebenseinstellung und praktisches Übungssystem. Es gibt viele Traditionen, Strömungen und Arten um Yoga zu praktizieren. Was sie aber alle gemeinsam haben, ist das grundsätzliche Ziel den Praktizierenden zu helfen Selbstverwirklichung und Erkenntnis zu erlangen. Im spirituellen Fall Erleuchtung zu finden und den Menschen zur göttlich-universellen Kraft zurück zu führen.

Heute, besser gesagt heute bei uns im Westen, liegt der Schwerpunkt ganz wo anders, nämlich im sportlichen Aspekt des Yoga. Das ist ja grundsätzlich nicht schlecht, aber ich habe für mein Yoga beschlossen, das ganze Bild im Auge behalten zu wollen.

Es gibt im ursprünglichen Yoga, man würde heute sagen, viele Teildisziplinen, auf die ich im Detail immer wieder in meinen Blogartikeln gerne eingehen werde für die Mehrwissenwoller. Aber im Groben kann man es zusammenfassen:

  • den philosophischen Aspekt – sehr umfangreich, für einen „Westler“ ohne „Östler“ kaum bis schwer verständlich. Da braucht es wirklich ein ausgeprägtes Grundinteresse und einen bereits in dieser Philosophie Kundigen. Wobei man sagen muss, die Themen haben heutzutage mehr Gültigkeit denn je.
  • den Verhaltenskodex – ja auch im Yoga gibt es ein Pendant zu den bei uns eher bekannten 10 Geboten des Christentums. Hat aber auch hier, wie bei den Christen, wenig mit der Religion, als mit den Do’s & Don’ts innerhalb der Gesellschaft und sich selbst gegenüber zu tun.
  • Meditation, Versenkung, Kontemplation – den berühmten Affenzirkus im Kopf zur Ruhe zu bringen. Eine lebensbereichernde Disziplin, aber wohlmöglich eine der schwersten überhaupt.
  • Pranayama oder Atemtechniken – unsere Atmung ist wie unser Herzschlag, selbstverständlich, immer da und funktioniert passiv. Vom ersten bis zum letzten Atemzug bleibt der Atem ein immer funktionierender Teil von uns. Yoga sticht hier als eine der wenigen Praktiken heraus die erkannte wie viel eigentlich noch dahintersteckt und was man mit seinem Atem eigentlich alles bewirken kann.
  • Asanas oder Körperübungen – neben der Meditation momentan Spitzenreiter im Bekanntheitsgrad. Populär, hip, fit und hat Yoga zum Lifestyle mutieren lassen. Wer sich aber mit Yoga beschäftigt, wird schnell dahinterkommen, dass man sich in der Yogaphilosophie wenig mit Körperübungen aufhält. Aber kein Schaden wo nicht auch ein Nutzen, sag ich immer. Bewegung ist gesund und wir machen heute viel zu wenig davon. Wer Freude an der Bewegung durch Yoga-Asanas findet – wunderbar! Wenn es dich aktiviert oder dich zentriert und erdet, du ausgeglichener in den Tag starten kannst, Schmerzen gelindert werden oder du endlich wieder ein- oder durchschlafen kannst – umso besser!

Es gibt vieles, dass man sich vom vollen Buffet des Yoga nehmen und probieren kann, da es eben ein Werkzeug oder ein System ist, dass dich durch dein ganzes Leben begleiten kann. Yoga ist kein Allheilmittel und es bewahrt dich nicht vor den Dingen im Leben, durch die wir alle gleichermaßen durchmüssen, aber es zeigt dir alternative Wege, die es dir manchmal ein bisschen einfacher machen.

Das gefällt mir persönlich so gut an Yoga – so praktiziere ich es, so lehre ich es. In meiner Yoga-Praxis versuche ich alle Aspekte, alle Teildisziplinen einfließen zu lassen. Alle Yoga-Strömungen haben ihre Vor- und Nachteile, dürfen aber alle gleichsam hier sein und ihre Fans haben.

Ich gestalte meine Yoga-Praxis nach meinen aktuellen Befindlichkeiten und Bedürfnissen. Diesen Luxus gönne ich mir, denn Yoga ist vieles, aber kein Selbstkasteiungsprogramm. Niemand wird gezwungen. Es gibt keinen Wettbewerb. Kein Tag ist wie der andere und so ist es auch mit meinem Körper, meinem Geist, meiner Stimmung, meinem Bedarf an Ruhe oder Aktivität, Kraft oder Dehnung.

Meine Ausbildungen unterstützen mich darin – Hatha Yoga, therapeutisches Yoga, YinYoga, Einflüsse durch Anusara, Jivamukti und Vinyasa Yoga, Yogaphilosophie, Meditations- und Entspannungstechniken, Pranayama-Techniken,… und ich gebe mein Wissen gerne an dich weiter.

Wenn wir gemeinsam praktizieren, egal ob in der Gruppe oder zu zweit im One-to-One Setting, nehmen wir uns aus diesem Pool das raus, was du gerade brauchst, was dir Freude macht, dir Energie und die Lust am Leben schenkt.

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