Yoga

Yoga im Trend

Es gibt beinahe schon so viele Yoga-Stile, Richtungen und Variationen wie Sand am Meer. Aber wie wählt man da die richtige, die passende für sich aus? Dazu kommt noch, dass man in den Medien, sozialen Medien und online von gertenschlanken, überflexiblen, muskulösen, durchtrainierten, akrobatischen, jungen Yogis und Yoginis (das sind dann die Yoga übenden Männer und Frauen) nahezu überflutet wird.

Das Bild, das sich hier abzeichnet, ist abgesehen von alltagsfremd, auch (gottseidank) nicht die Norm. Appelle wie fit und schlank, der Aufruf zu Challenges und der versprochene Erleuchtungsmoment runden das Ganze dann noch ab.

Yoga, das ist nichts für mich

Yoga, das ist nichts für mich habe ich auch mal gesagt. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass mich die Vorstellung von akrobatischen Verbiegungen und das Scheitern daran in Gruppenstunden vor vielen fremden Menschen mir das pure Grauen beschert hat.

Ich kann jeden Interessierten beruhigen – die Spielwiese ist groß und für jeden, wirklich für jeden ist etwas dabei.

Mein Yoga

Egal welches Yoga man praktiziert oder lernt, ich bin der Meinung, dass sich aus all diesen Impulsen eine ganz individuelle, eigene Praxis entwickelt. Mein Weg hat mich über Hatha-Yoga, Anusara-Yoga, Jivamukti-Yoga, therapeutisches Yoga bis zu Yin-Yoga geführt – work in progress, sonst wäre es ja langweilig.

Das heißt nun für dich, meine Yogapraxis, die ich an dich weitergebe, ist eine Mischkulanz aus all den Stilen und Inspirationen, die bisher meinen Weg gekreuzt haben. Je nachdem was im Moment gebraucht wird, schöpfe ich aus meinem Wissen und versuche die Übungen so individuell wie möglich zu gestalten.

Mein persönlicher Schwerpunkt liegt vor allem im restorativen Yoga, was nicht bedeutet, dass die Kräftigung dabei zu kurz kommt. Aufgrund meiner eigenen Bedürfnisse und Anforderungen hat sich mein Fokus auf Meditation, Entspannungstechniken, Atemtechniken und kurze aneinandergereihte, mobilisierende und fließende Sequenzen entwickelt.

Mein Anspruch an mein Yoga: Bodenkontakt herstellen, bei sich bleiben, Atem und Bewegung in Einklang bringen, den Körper gewissenhaft und gezielt in Bewegung bringen und ein Grundmaß an zeitlicher Flexibilität, damit die Yogapraxis auch alltagstauglich bleibt.

Dein Yoga

Ich lade dich ein, probier‘ dich einfach durch den Yoga-Gemüsegarten, hol dir Inspirationen und Impulse, spür was für dich passt, finde Spaß an der Bewegung und lern deinen Körper (wieder)kennen. Lass dich dabei nicht einschränken von Vorurteilen, Bildern und unrealistischen Zielen – jeder Körper, jeder Mensch ist anders und jeder hat sein eigenes Potential, seine persönlichen Stärken. Und auch wenn du mal an deine Schwächen oder Grenzen geratest, ist es doch nicht schlecht, diese kennenzulernen, sich daran auszuprobieren und zu wachsen (auch wenn es sich gerne im ersten Moment nach scheitern anfühlt).

Der Mehrwert

Egal für welches Yoga du dich schlussendlich entscheidest, eines haben sie alle gemeinsam, nämlich ihre unglaubliche und (nebenbei auch bereits wissenschaftlich erforschte und erwiesene) beeindruckende Wirkung auf körperlicher und mentaler Ebene.

Hier ein paar Beispiele, bei denen Yoga empfohlen wird:

Verspannungen und die daraus resultierenden symptomatischen Beschwerden, Rückenschmerzen, Migräne und Kopfschmerzen, Gelenksbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Herz-Kreislaufbeschwerden, entzündliche Prozesse, Asthma und andere Atemwegserkrankungen, Schlafprobleme jeglicher Art, Stress, Angst- und Panikzustände, Depression, Erschöpfung, Burn-out, Hyperaktivität, und vieles mehr.

Die Verbindung von Bewegung und Atmung ist die Besonderheit des Yoga, das es von vielen Fitnessprogrammen unterscheidet. Diese Kombination aus gezielt eingesetzten Körperhaltungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Meditations- und Entspannungstechniken wirken positiv, unterstützend, lindernd und regulierend auf den Körper, die Atmung und den Geist.

Wie finde ich das passende Yoga für mich?

In erster Linie mal probieren geht über studieren und von dieser Devise nehme ich auch Yoga nicht aus. Hauptsache es macht Spaß und tut gut, dann kann’s nicht ganz so verkehrt sein.

Wenn du systematischer an die Sache herangehen willst, helfen oder stellen sich vielleicht folgende Fragen:

  • Was ist meine Anforderung oder mein Wunsch? Was und wo genau soll Yoga helfen, wirken?
  • Möchte ich eher Entspannung und Ausgeglichenheit finden, Strategien und Techniken, um mit Stress besser zurecht zu kommen?
  • Suche ich die Bewegung, möchte ich meinen Körper kräftigen und insgesamt fitter werden?
  • Möchte ich gezielt Probleme oder Beschwerden in Angriff nehmen oder hat mir mein Arzt oder mein Therapeut Yoga empfohlen?
  • Wie möchte ich Yoga lernen? In der Gruppe? Im Einzelsetting?
  • Gehe ich lieber in eine Gruppenstunde mit mehreren Teilnehmern (in manchen Yogastudios bis zu 70 Personen pro Raum)?
  • Fühle ich mich in einer Einzelstunde wohler?
  • Habe ich womöglich Fragen an den Lehrer? Möchte ich sichergehen, dass ich die Übungen richtig mache? Lege ich Wert auf ein persönlich abgestimmtes Programm?

Mach’s doch einfach

Ganz egal wozu du dich schlussendlich entscheidest, machen und dranbleiben ist das Motto. Yoga ist kein magisches Geheimrezept, das dir Heilungsversprechungen macht oder dir Erleuchtungswunder schenkt.

Finde deinen Platz, deinen Zeitrahmen und wir sehen uns auf deiner Matte.